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Macht sich stark für die Begegnung
der Kirchen: Dr. Gabriele Lachner
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Ökumene
Begegnung auf Augenhöhe
Oldenburger Land. "Hoffentlich haben wir bald Abendmahlsgemeinschaft." Ein Wunsch, der unter Christen oft zu hören ist. So sehr Dr. Gabriele Lachner, Mitarbeiterin im Ökumene-Referat des Offizialats, diesen Wunsch versteht, umfasst ihre Antwort doch mehrere Aspekte.
"Versöhnte Verschiedenheit" lautet ihre Vision. Mit einem klaren eigenen Profil gelte es, aufeinander zu zu gehen. Ökumene heißt vereinfacht gesagt für sie, "das Bemühen, sich mit allen Kirchen zu verständigen". Darin liegen Chancen, betont die promovierte Theologin. Man könne im Kontakt den Reichtum des Anderen erkennen. Etwa die Faszination, die von östlichen Ikonen ausgehe. Deshalb müsse man jedoch nicht gleich orthodox werden.
Ökumene bringe Vorteile: Gemeinsam mit Anderen werde man in der heutigen Gesellschaft deutlicher wahrgenommen, sagt Lachner. Der ökumenische Kirchentag in Berlin habe das gezeigt. Ökumene biete auch die Chance der Kräftigung und gegenseitigen Stärkung der Kirchen "im Sinne von Solidarität".
Gefahr
Wer dagegen nur auf das Ziel der Mahlgemeinschaft schaue, könne leicht Ökumenefrust erleben. Dabei übersehe er, was in den letzten Jahren schon alles erreicht worden sei. "Ökumenefrust" könne aber auch aufkommen, wenn "ewige Blockierer gute Initiativen behindern oder gar blockieren", erklärt die Theologin.
Bei allen ökumenischen Prozessen gelte es zu beachten, dass sie "Beziehungsarbeit" seien, die immer als "Wertschätzung auf Augenhöhe" geleistet werden müsse. Neben allen theoretischen Fragen dürfe die Wirkung des menschlichen Faktors in der Ökumenearbeit nicht unterschätzt werden. Immer gelte es anzuerkennen: "Ich bin so und du bist anders, auch wenn es mir schwerfällt, deine Position nachzuvollziehen."
Weitere Infos:
Dr. Gabriele Lachner
g.lachner@t-online.de
Text und Foto: Dietmar Kattinger, 04.11.2003